L. v. BEETHOVEN
F. SAY
Freiheit und Natur gehören seit jeher zu den zentralen Themen der Kunstgeschichte, durch die das Verhältnis des Menschen zur Welt zum Ausdruck gebracht wird. In seiner von Goethes Schauspiel inspirierten Egmont-Ouvertüre überträgt Beethoven den Kampf um die Freiheit auf die Orchestermusik. Die allmähliche Steigerung des ernsten, düsteren Beginns bis hin zu einem strahlenden Finale macht diesen Gedanken innerhalb der musikalischen Struktur hörbar.
Fazıl Says Klavierkonzert Mother Earth verbindet hingegen die musikalische Tradition der Naturdarstellung mit den ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. In sieben Sätzen werden Erde, Wälder, Meere und Flüsse durch unterschiedliche Klangfarben lebendig, während die wiederkehrenden Hauptthemen im Klavier diese Landschaften miteinander verbinden.
Obwohl die beiden Komponisten unterschiedlichen Epochen angehören, verbindet sie die Auffassung von Musik als Ausdrucksform, die zum Nachdenken über den Menschen und seine Lebenswelt anregt. Das Orchester steht unter der Leitung von Tianyi Lu, während Fazıl Say in seinem jüngsten Klavierkonzert Mother Earth als Solist zu erleben ist.
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